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Virusreservoirs für HIV

Bei einem an der Universität Köln geförderten Projekt wird die Ausbildung von Virusreservoirs
in bestimmten weißen Blutzellen (Makrophagen und dendritischen Zellen) untersucht. Diese
Zellen sind deshalb von besonderer Bedeutung, da sie im Gegensatz zu infizierten CD4-positiven
T-Zellen
("T-Helferzellen") nach Virusinfektion nicht absterben, sondern kontinuierlich
Viruspartikel produzieren. Da sich diese Zellen nur selten teilen, sind sie einer Behandlung
mit der hochaktiven
antiretroviralen Therapie
(HAART)
nur sehr eingeschränkt zugänglich.
Deshalb sind sie von großer Bedeutung, um die HI-Virusmenge im Körper deutlich zu reduzieren.
Auch wenn eine Therapieunterbrechung stattfindet (z.B. beim Auftreten schwerer Nebenwirkungen),
kann von diesen Virusreservoirs eine erneute Infektion von
T-Lymphozyten
des Blutes sowie der
sogenannten Mikroglia im Gehirn ausgehen.
Im geförderten Antrag soll nun untersucht werden,
wie virale Proteine von
HIV
den programmierten Zelltod (Apoptose) in diesen Makrophagen und
dendritischen Zellen auslösen. Es sollen hierbei Hüllproteine des HIV-1 (z.B. gp160) von
verschiedenen T-Zell-infizierenden und Monozyten-/Makrophagen-infizierenden HI-Virusstämmen
untersucht werden. Die Einleitung der Apoptose in den genannten Zellen soll mittels
verschiedener immunologischer und molekularbiologischer Testverfahren untersucht werden.
Von diesen Versuchen lassen sich wesentliche Hinweise darauf erwarten, wie und wann im Verlaufe
der Infektion die Vermehrung von
HIV
in den genannten Zellen durch die vorhandenen Medikamente
unterdrückt werden kann. Weiterhin wird von den Experimenten erwartet, herauszufinden, inwiefern
dieses Virusreservoir auf neue Therapieformen (z.B. Fusionsinhibitoren oder Ribozyme) reagiert.

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