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Universitätshautklinik Düsseldorf:

Kankobe ist eine idyllische, südwestlich vom
Viktoriasee gelegene Region. Dort leben schätzungsweise 20.000
Ugander in sehr ländlichen und einfachen Verhältnissen.
Um medizinische Versorgung zu erhalten, müssen die oft sehr
schwerkranken und ausgezehrten Menschen häufig weite Wege auf
sich nehmen.
Der in Düsseldorf ansässige Verein INTERKULTURA
e. V. fördert seit1992 die Ausbildung von durch Aids verwaiste
Mädchen, z.B. in den Bereichen Landwirtschaft, Textilverarbeitung
und Büroberufen im Rahmen von verschiedenen Ausbildungsprojekten.
Durch die Kooperation von Interkultura e. V. mit der Heinrich-Heine-Universität
in Düsseldorf soll Anfang 2005 in Kankobe eine neue ambulante
Krankenstation mit einem dermatologischem Schwerpunkt entstehen.
Dort soll auf der einen Seite die allgemeine medizinische Versorgung,
inklusive die Betreuung AIDS-und Malaria-Erkrankter gewährleistet
werden, aber auch andere gesellschaftlich relevante Themen wie die
rituelle Beschneidung junger Mädchen , die Hygiene und die
Familieplanung sollen zentrale Anliegen der Krankenstation sein.
Auf der anderen Seite soll hier die dermatologische
Versorgung, die in Uganda mit drei Dermatologen für eine Bevölkerungsanzahl
von ca. 30 Millionen Ugandern unvorstellbar gering ist, verbessert
werden. Hautkrankheiten sind in Uganda sehr weit verbreitet. Für
die Betroffenen können sie, gerade wenn mit quälendem
Juckreiz verbunden, eine enorme Belastung darstellen.
Darüber hinaus sind Betroffene gerade durch Hauterkrankungen
häufig sozial stigmatisiert, da es in der Bevölkerung
mit AIDS assoziiert wird. Es soll gewährleistet werden, dass
die weit verbreiteten Hauterkrankungen, wie bakterielle oder virale
Infektionen, aber auch die häufigen Pilzerkrankungen durch
geschultes Personal richtig erkannt und optimal behandelt werden.
Ein wichtiges Ziel ist es, rechtzeitig zu behandeln, um zu verhindern,
dass schwere Hautgeschwüre entstehen oder sich aufgrund der
unzureichenden Therapie einer eigentlich leicht zu behandelnden
Erkrankung, wie der Neurodermitis, schwere Bewegungseinschränkungen
ausbilden.
Die Initiatoren dieses Projektes, Ulf Wittke vom Verein INTERKULTURA
e. V. , Dr. med. Sandra Hanneken von der Universitäts-Hautklinik
in Düsseldorf und Dr. med. Francis Assimwe von der Universitäts-Hautklinik
in Mbarara, Uganda, haben sich zum Ziel gesetzt, dass mit Beginn
des Jahres 2005 die Arbeit in der Krankenstation aufgenommen wird.
Dabei ist der Diplompädagoge Ulf Wittke, der bereits über
jahrelange Erfahrung in Uganda verfügt, für das finanzielle
Management und inhaltliche Fragestellungen des Projektes zuständig,
während sich Dr. med. Sandra Hanneken, die bereits vor Ort
gearbeitet hat, um die Inhalte und Organisation der medizinischen
Versorgung kümmert. Der ugandische Arzt Dr. med. Francis Assimwe,
der zur Zeit seine dermatologischen Ausbildung an der Universitäts-Hautklinik
in Düsseldorf absolviert und die Leitung der Krankenstation
übernehmen wird, bereitet sich an der Universitäts-Hautklinik
in Düsseldorf gerade auf diese Aufgabe vor. Die Schirmherrschaft
des Projektes übernehmen Dr. med. Norbert J. Neumann, Oberarzt
an der Universitäts-Hautklinik in Düsseldorf, sowie Prof.
Dr. med. Ulrich Hengge (Joachim-Kuhlmann Stiftung) sowie Prof. Dr.
med. Gerold Jäger, Leiter der Universitäts-Hautklinik
in Mbarara.
Die organisatorischen und inhaltlichen Fragen für den Aufbau
der Krankenstation sind bereits geklärt. Das für die Krankenstation
in Kankobe benötigte Haus wird von der „Nicht-Regierungs-Organisation“(„NGO“)
„Childrens Welfare and Adoption Society“ (CWAS) zur
Verfügung gestellt. Durch die Zusammenarbeit mit so genannten
„NGOs“ ist das Projekt unabhängig von politischen
Einflüssen. Aber die Krankenstation muss noch mit den einfachsten
Einrichtungsgegenständen wie Schreibtischen , Untersuchungsliegen,
Stühlen und Regalen ausgestattet werden. Außerdem müssen
neben Medikamenten die Utensilien für die medizinische Behandlung,
vom Verbandsmaterial bis hin zum Operationsbesteck noch angeschafft
werden. Daher wird für die Verwirklichung dieses Projektes
dringend finanzielle Unterstützung benötigt. Nicht zuletzt
fehlt es auch an finanziellen Mittel für die Arbeit der dort
tätigen Krankenschwestern und Ärzte.
Das Konzept sieht vor, dass die Patienten für die Behandlung
und die Medikamente einen kleinen Anteil selber bezahlen. Nach einem
Zeitraum von etwa 3 Jahren soll sich die Krankenstation dann selber
amortisieren. Dieses Prinzip hat sich bereits in weiteren, von INTERKULTURA
e. V. initiierten Projekten bewährt.
Quelle: Pressestelle der Heinrich-Heine Universität, Düsseldorf
Kontakt:
Dr. med. Sandra Hanneken, Universitäts-Hautklinik Düsseldorf,
0211/8118834, Hanneken@med.uni-duesseldorf.de
Interkultura e. V., 0211/296677, interkult7@aol.com
Spendenkonto: Stadtsparkasse Düsseldorf, Stichwort „Krankenstation
Kankobe“, Konto 17063256, BLZ 30050110
Quelle: Pressestelle Universitätsklinik Düsseldorf
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